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Gemeinnützige Gesellschaft für Wohnraumbeschaffung,
Instandsetzung, Beschäftigung, Betreuung mbH

 
Begleiteter Umgang
 
Unser Hilfeangebot richtet sich an...

Kinder und Jugendliche, die bei Umgangskontakten einen Schutz vor leiblicher oder seelischer Gefährdung benötigen oder deren Eltern und andere wichtige Bezugspersonen sich nicht einigen können, wie Umgänge stattfinden und ausgestaltet werden sollen. Auch bei einer Kontaktanbahnung und dem Aufbau einer Bindung nach kontaktfreien Zeiten werden wir unterstützend tätig.
 
Ziel der Hilfeleistung ist...

zunächst das Sicherstellen der Beziehungskontinuität für das Kind zu beiden Elternteilen bzw. zu anderen wichtigen
Bezugspersonen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Sichtweise des Kindes von besonderer Bedeutung. Kinderschutz ist als primäre Aufgabe der Umgangsbegleitung zu verstehen und erfordert ein sensibles Vorgehen.
Die Umgangsbegleitung soll dabei helfen, dass sich eine positive emotionale und stabile Bindung zwischen dem Kind und der Bezugsperson entwickelt. Eltern sollen eine positive respektvolle Beziehung eingehen lernen, in der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen. Eltern müssen lernen, mit Hilfe der Fachkraft, Kompromisse zu finden.
 
Inhalt, Umfang und Struktur der Umgangsbegleitung...

orientiert sich an der jeweiligen Altersgruppe des Kindes und an der Bereitschaft zur Mitwirkung der zu begleitenden Person. Die Ausgestaltung des Umgangs richtet sich am Hilfebedarf aus und wird im Hilfeplan festgelegt und verbindlich vereinbart. Formen der Umgangsbegleitung sind:
   Betreute Umgangsanbahnung - nach längerer Kontaktunterbrechung zwischen dem Kind und dem Umgangssuchenden
     und bei Vorbehalten des Kindes gegen den Umgang
   Betreute Übergabe - bei Auseinandersetzungen zwischen Umgangsgewährenden und Umgangssuchenden in
     Übergabesituationen und daraus resultierenden Belastungen für das Kind
   Betreuter Umgang - gegebene oder vermutete Einschränkung der Umgangseignung des Umgangssuchenden
     (z.B. Negativbeeinflussung des Kindes, psychische Erkrankung, Suchterkrankung oder Verdacht auf Kindesentzug)
   Kontrollierter Umgang - gegebene oder vermutete Kindeswohlgefährdung in Verbindung mit einer
     Beeinflussungsgefahr für das Kind durch den Umgangssuchenden (z.B. Verdacht auf übergriffiges Verhalten)
 
Den Anspruch auf Hilfeleistung...

gemäß dem §18 SGB VIII können Eltern und Alleinerziehende für sich und ihre Kinder durch formlose Antragstellung beim Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) ihres örtlichen Jugendamtes geltend machen. Ebenso können Kinder und Jugendliche ihren Hilfebedarf selbst beim Jugendamt anmelden.
 
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letzte Änderungen: 8. 10. 2015
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